Google Phone – G1 – erste Erfahrungen
Android, Mobilfunkgeräte | AW. | Januar 22, 2009 at 14:05Ich hatte das Vergnügen und durfte ein paar Minuten lang mit dem am 02.02.09 erscheinenden G1 verbringen.
Mein erster Eindruck ist überrascht, denn die Bilder die ich bisher im Internet vom G1 gesehen hatte gaben die Form des Gehäuses nicht real wieder.Es ist wesentlich flacher, nicht so globig. Die Haptik ist hervorragend das Gehäuse sehr griffig, wertig, ein HTC eben und das merkt man. Einzigster Kritikpunkt der Hardware, die 3,2 Megapixel Kamera besitzt keinen Objektivschutz.
Unterhalb des Displays sind vier Tasten angebracht, sowie der Trackball. Von links nach rechts, die “Höhrerabheben-Taste”, die “Home-Taste” (wie beim iPhone, zurück zum Startbildschirm), die “Zurück-Taste” die man von Sony-Ericsson Handys kennt und eben die “Höhrerauflegen-Taste”. Der Trackball unterstützt im Menü, beim Scrollen, ist bei Bedienern mit nicht allzu großen Fingern aber überflüssig.
Die Software ist anders als alles was ich bisher in den Händen hatte. Die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung leicht von der Hand. Man bemerkt jedoch noch die eine oder andere längere Ladezeit, was laut T-Mobile in den nächsten Tagen mit einem 40MB großen Update behoben werden soll.
Analog zum bekannten AppStore, steht beim G1 der Market zur Verfügung. Die meisten downloadbaren Programme sind noch im Beta-Status und deshalb auch noch kostenfrei. Ebenfalls sehr praktisch, der Browser Opera Mobile den man dem integrierten Browser, nicht nur aus Gründen der Übersichtlichkeit, vorziehen sollte.
Der Hauptbildschirm teilt sich, wie beim iPhone, in mehrere Ebenen. Hier stehen drei Bildschirme zur Verfügung, wo wichtige Programme abgelegt werden können. Mit einem Fingerstreich nach links oder rechts, ändert sich die Bildschirmebene. Lustig daran, das Hintergrundbild unterstützt den Eindruck des scrollenden Bildschirmes.
Bekannt von den BlackBerry Enterprise Geräten, der Datenabgleich des Telefonbuches zu einem Onlinespeicherplatz. Dieser wird hier natürlich von Googlemail zur Verfügung gestellt. Dort ebenfalls hinterlegt, alle Programme die je auf das GooglePhone herunter geladen wurden. Praktisch wenn das G1 mal zurück gesetzt werden muss, da sich das Handy alle notwendigen Daten vom Googlemail-Account holt. Jedoch kostet dieser “permanente” Datenaustausch auch Traffic. Auszugehen ist von einem Datenvolumen mit bis zu 300MB/Monat, eine Datenflat also ratsam.
Das Gerät hat keine Menütaste, Programme oder Icons die nicht im Hauptbildschirm “verknüpft” wurden, findet man am unteren Ende des Displays. Dort gestaltet sich eine “Lasche”, diese noch oben ziehen und alle verfügbaren, installierten Programme werden sichtbar. Diese Lasche findet sich ähnlich am oberen Rand der Anzeige noch einmal. Hier dient sie um laufende Programme, Email- SMS-Empfang anzuzeigen. Ein Fingerstreich nach unten und man sieht ob gerade ein Programm herunter geladen wird oder wer einem eine Nachricht geschickt hat.
Lustiges Widget, das Google Maps StreetView. Die Anzeige von Strassen und Objekten im360°-Winkel. Ruft man einen Ort oder ein Objekt auf, kann man durch drehen des Handys der Blickwinkel geändert werden. Dies wird durch einen eingebauten Sensor ermöglicht. StreetView ist in Deutschland jedoch noch nicht zugelassen, da hier Gesichter von Passanten oder auch Autokennzeichen zu erkennen sind. In vereinzelten europäischen Städten wurde das Konzept schon umgesetzt, wie z.B. Rom und Paris.
Mein Fazit:
Die verbaute QWERTZ-Tastatur ist etwas klein, jedoch eine große Erleichterung beim Schreiben von Emails. Das Display könnte eine höhere Auflösung und Farbanzahl vertragen. Die Software geht, abgesehen von den Bugs, einfach von der Hand. Das G1 ist kein Vergleich zum iPhone, denn beide Modelle sind so unterschiedlich und eigen. Ein iPhone ist ein iPhone, ein G1 ist ein G1.
Mein Urteil:
Das G1 hat die Chance ein Top Alleskönner zu werden. Am GooglePhone sieht man erstmals wie schnell ein HTC-Gerät ohne die “Windows-Bremse” sein kann. Mit den neuen Tarifen von T-Mobile denke ich ernsthaft darüber nach mir eins zu gönnen.
Update:
Bei Golem gibt es mittlerweile einen sehr ausführlichen Testbericht.
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Also wenn D1 das wieder mit so vermurksten Tarifen wie beim Iphone anbietet ist es für mich sowieso gestorben.